Happy Birthday, Freddie!

Ich wußte ja, daß Dani am gleichen Tag wie H.P. Lovecraft Geburtstag hat, aber daß ich den meinigen mit Freddie Mercury teile, wurde mir erst heute bewußt, weil im Radio über eigentlich nix anderes geredet wird. Um dieses Thema noch mit einem Queen-Songtitel abzuhaken: Who wants to live forerver?

Mein eigentliches Anliegen im Moment betrifft mal wieder eine coole musikalische Neuentdeckung. Diesmal geht es um die Japaner Blood Stain Child, im Netz zu finden unter http://www.myspace.com/bloodstainchildmusic.

Die aktuelle CD, “Epsilon”, ist eine irre Mischung aus dem von mir heiß geliebten Melodic Death Metal (man denke an “mittelalte” In Flames oder Dark Tranquility), verquickt mit einer riesigen Dosis Elektronik. In den (mehrheitlich) coolen Momenten wird durch die pumpenden Sequenzer- und Drumloops ein unglaublicher Druck erzeugt, und auch das Wechselspiel zwischen mega-aggressivem Keifgebrüll und der interessanten Klangfarbe der Sängerin SOPHIA setzt tolle Farbtupfer. Als beinharter Metalfan könnte man Blood Stain Child höchstens vorwerfen, daß sie gelegentlich die Grenze zum Kitsch mit Überschall hinter sich lassen und in böseste JPop-Gefilde abdüsen. Aber mehrheitlich regiert auf “Epsilon” die ganz große Axt, nachzuhören z.B. im furiosen “Sirius VI” (auf der Myspace-Seite) oder dem herrlichen “Stargazer” (kein Rainbow-Cover).

Und das Cover dürfte jedem Fan von Final Fantasy X-XIII oder P.N. 03 gefallen.
Wer also mit Enter Shikari, Machinae Supremacy oder auch System Divide leben kann (oder die letzten drei Deadlock-Alben gutfindet), sollte mal ein Ohr riskieren.